ViveaKarriere für Mütter in Teilzeit

Der Spagat zwischen „beruflich erfolgreich“ und „liebevolle Mama, die alles im Griff hat“
Blogbeitrag | von Tamara Hähner

 

Die meisten Mamas kennen das:

Wir sind stolz auf unseren Nachwuchs und freuen uns über jede kleine Weiterentwicklung mit ihnen.

Doch gleichzeitig möchten auch wir uns verwirklichen, haben jedoch das Gefühl, dass unser Leben und unsere Entwicklung pausieren.

Auch ich – Mama von zwei Kindern (9 und 10 Jahre), kenne das und versuche diesen Spagat tagtäglich bestmöglich zu absolvieren. Dies gelingt mir manchmal besser und manchmal – naja, sagen wir … wäre es noch ausbaufähig. 

In dieser täglichen Challenge beschäftigen mich immer wieder dieselben Gedanken, die ich gerne mit euch teilen möchte.

„Nur eine Teilzeitkraft …“

Vor allem beruflich haben wir Mamas immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen, da wir ja „nur in Teilzeit“ arbeiten können, um uns in der restlichen Zeit um den Nachwuchs und dessen Bedürfnisse zu kümmern.

Meist ist es auch so, dass Teilzeit-Mamas nur sehr spärlich in Führungspositionen zu finden sind.

Ich frage mich, warum dies in den meisten Firmen so ist und finde es gleichzeitig sehr schade, dass Mütter die Karriereleiter meist nur sehr schleppend und mit Stolpersteinen erklimmen können oder die Karriere überhaupt stagniert.

 

Seit 2 Jahren bin ich nun ein Teil von Vivea und war tatsächlich überrascht, dass es hier doch etwas anders läuft – hier findet man bereits die ersten (vielleicht noch etwas zögerlichen) Power-Mamas, die sich der Herausforderung stellen, ihre Karriere und ihr Mama-Dasein auf die gleiche Stufe zu setzen.

Sei es nun als Direktorin oder als Ärztin – diese Mamas zeigen, dass es schaffbar ist, eine gute Mama zu sein und gleichzeitig nicht die eigenen (Karriere-) Träume aufzugeben.

Ein Hoch auf die Mütter!

Eine US-Studie legt nahe, dass Unternehmen die Produktivität ihrer Mitarbeitenden über längere Zeiträume sehen sollten.

Auch wenn Mitarbeitende mit Kleinkindern in den ersten Jahren ein kleines Produktivitätsminus „einbüßen“, so holen sie dieses in den darauffolgenden Jahren spielend wieder auf! Denn Mitarbeitende, die Kinder haben, sind laut der Studie, auf lange Sicht gesehen im Job leistungsfähiger als Kinderlose.

Das liegt daran, dass die Frauen gelernt haben, viele verschiedene Tätigkeiten unter einen Hut zu bringen und diese möglichst zeiteffizient zu erledigen. Am produktivsten sind, der Studie zufolge, Mütter von zwei Kindern.

 

Dies spiegelt sich meist auch in der Selbstwahrnehmung der Mütter wider.

Viele Mamas sind häufig sehr effizient und sagen zu Recht, dass sie jetzt in ihrer Teilzeitstelle so viel schaffen, wie früher in Vollzeit.

Die „daily challenges“ der Mütter

Doch die Anstellung in Teilzeit hat natürlich auch Folgen für das Portemonnaie.

Dadurch steigt der sogenannte Family Wage Gap – also die Gehaltsdifferenz zwischen Arbeitnehmenden, die eine Familie zu versorgen haben und solchen, die das nicht müssen.

Frauen mit Kindern haben dadurch im Schnitt ein Gehaltsminus von zehn bis fünfzehn Prozent.

Somit bleibt es leider nicht aus, dass wir Mamas auch in der Rente mit einem Geld-Defizit zu kämpfen haben.

Vivea Mütter

Und als wären die finanziellen Einbußen nicht schon genug Herausforderung,

führen die typischen Care-Tätigkeiten auch noch zu einer Doppelbelastung der Frauen, welche für die meisten Außenstehenden unsichtbar bleibt.

Natürlich gehören die Hausarbeit, Kinderbetreuung, Terminkoordinierung usw. zum Daily Business. Doch sorgen sie auch dafür, dass der Akku von uns Mamas eher im roten Bereich blinkt und wir kaum Zeit finden, diesen mal wieder richtig aufzuladen.

Laut der letzten Zeitverwendungsstudie aus dem Jahr 2021 / 2022 wenden Frauen knapp mehr als drei Stunden für Hausarbeit auf, Männer hingegen weniger als zwei Stunden. Noch größer ist der Unterschied bei der Kinderbetreuung – hier wenden Frauen doppelt so viel Zeit wie Männer auf.

Sicherlich werden die meisten von euch wahrscheinlich so denken wie ich: „Mein Mann geht Vollzeit arbeiten und die wenige Zeit, die wir gemeinsam haben, soll er nicht noch mit Hausarbeit verbringen müssen.“ Daher ist die letzte Zeitverwendungsstudie für mich persönlich nicht verwunderlich. Dennoch finde ich es teilweise schon erstaunlich, was wir Mütter alles stemmen und dies als „normal“ empfunden wird.

Als ich dabei war, diesen Beitrag zu verfassen, bin ich immer wieder auf Mütter gestoßen, die mir wieder neue Herausforderungen und neue Sichtweisen zugetragen haben. So wurde mir erst nach und nach die Tragweite des Daily Business der Mütter klar. Sobald es keine Möglichkeit der familiären Unterstützung gibt, da die Familie zu weit weg ist oder Oma und Opa selbst noch arbeiten gehen, stehen die Chancen leider sehr schlecht, dass die Mutter die Karriereleiter erklimmen kann.

Vor allem die Möglichkeiten der täglichen Kinderbetreuung lassen berufstätige Mütter oft verzweifeln. Die Betreuungen werden meist nur vormittags angeboten – schön und gut…

Doch wer kann schon behaupten, einen an die Öffnungszeiten der Kita angepassten Dienst zu haben?

Auch nachmittags wird es nicht einfacher.

Natürlich gibt es die Möglichkeiten zur Betreuung im Hort – doch wenn die Kosten hierfür so hoch sind, dass die Mutter nachrechnen muss, ob es nicht sogar günstiger wäre, zu Hause zu bleiben, als den Hort zu zahlen, kann nicht von einer Unterstützung die Rede sein.

Und lasst uns gar nicht erst von den Ferien sprechen! Diese das gesamte Jahr überbrückt zu bekommen, ist mehr oder weniger ein Ding der Unmöglichkeit – selbst für Mütter mit Partner.

Daher gilt mein größter Respekt den Alleinerziehenden!

Egal, ob die Mütter diesen täglichen Kampf auf sich nehmen müssen oder die Väter in diese für sie (noch) untypische Rolle schlüpfen müssen.

Auch bezüglich der „Worst Cases“ durfte ich feststellen, dass ich bei Vivea genau richtig bin.

Wenn zum Beispiel eines meiner Kinder krank ist oder die Ferien noch weiter überbrückt werden müssen, wird mir hier in der Zentrale die Möglichkeit zum Homeoffice eingeräumt. Um ehrlich zu sein, war der Punkt „Homeoffice-Arbeit“ sogar einer der Gründe, weshalb ich mich für die Stelle bei Vivea entschieden habe und bin sehr dankbar dafür. Ohne diese Möglichkeit wäre auch ich schon oft an die meine Grenzen gestoßen und hätte nicht gewusst, wie ich die Betreuung meiner Kinder gewährleisten soll.

Um auch allen Mitarbeitenden, welche keine Homeoffice-Möglichkeiten in Anspruch nehmen können, die Abdeckung der Kinderbetreuung zu erleichtern, wird von Vivea ein Kinderbetreuungs-Zuschuss angeboten. Nicht nur, dass dies eine große Erleichterung für das „Familien-Portemonnaie“ ist – ich persönlich halte dies auch für einen guten ersten Schritt in die richtige Richtung.

Traut euch!

Am liebsten würde ich nun so etwas schreiben wie:

„Also liebe Mamas – packt euren Mut zusammen und traut euch! Nur mit euch können wir das Umdenken in Gang setzen."

 

 

Wenn euer Kind das nächste Mal krank ist, versucht euren Partner mit ins Boot zu holen, sodass er sich Pflegeurlaub nimmt.

Und wer weiß, vielleicht weiß er die Möglichkeit zu schätzen, dass er sich diesmal um sein Kind und dessen Bedürfnisse kümmern kann – denn die Zeit mit euren Kindern kann euch niemand mehr zurückbringen.“

Doch die Realität sieht leider etwas anders aus.

Auch wenn wir vor dem Jahr 2026 stehen, ist es doch noch so, dass die Frauen sich meist zwischen Kind und Karriere entscheiden müssen oder sich bewusst sein müssen, dass der Spagat alles andere als einfach wird.

Es gibt Mamas, die in Ihrer Mutterrolle absolut aufblühen und für die es nichts Schöneres gibt, als ihre Liebsten zu umsorgen. Manchmal beneide ich diese Mütter sogar etwas, da sie sich vollkommen erfüllt fühlen. 

Doch mein Ehrgeiz geht in eine andere Richtung und somit werde ich auch weiterhin versuchen, den Spagat so gut wie möglich zu meistern.

Und allen karriereorientierten Mamas möchte ich Mut zusprechen:

Wir schaffen das! Auch wenn es alles andere als einfach ist…
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mich oft schon wieder ein bisschen aufbaut, wenn ich mit meinen Freundinnen darüber rede, denen es ganz ähnlich wie mir geht. Allein zu wissen, dass ich nicht die Einzige bin, die vor den täglichen Hürden manchmal kapituliert, gibt mir Kraft den nächsten Tag mit frischem Mut und neuer Energie zu starten.

Und sobald sich eine klitzekleine Möglichkeit ergibt:
Gönnt euch eine kleine Auszeit – auch wenn es nur ein paar Minuten mit einem guten Buch sind oder einmal kurz auf der Couch die Augen schließen – bei mir bewirken solche „Mini-Auszeiten“ Wunder, damit mein Akku nicht nur rot blinkt (auch wenn sie nur sehr selten sind).

Zum Schluss wünsche ich allen Mamas (egal ob Teilzeit-Mama im Spagat oder rundum erfüllte Vollzeit-Mama), dass ihr nicht vor dem Alltag kapituliert und es schafft, euch nicht zu vernachlässigen.
Solltet ihr eure Karriere weiter voranbringen wollen, sucht nach Jobs mit möglichen Teilzeitmodellen und haltet Ausschau nach Arbeitgebenden, die das für eure Lebensumstände passendste Angebot haben. 

Und wer weiß – vielleicht sehen wir uns hier bald bei Vivea…?

 

Falls ihr noch etwas Inspiration benötigt – unsere Frau Dr. Gamperl-Muorah ist ein Paradebeispiel, wenn es darum geht, die eigene Karriere und das (liebevolle) Mama-Dasein unter einen Hut zu bekommen:

➥ https://www.praktischarzt.at/magazin/interview-vivea-hotels/

Quellen:

Bertelsmann Stiftung, „Wer gewinnt? Wer verliert?“ online:
https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Studie_Lebenseinkommen.pdf (11.11.2025)

red, ORF.at/Agenturen: „Kinder als Leistungsturbo“, online:
https://newsv2.orf.at/stories/2386158/2362640/ (11.11.2025)

Stadt Wien, Frauenservice Wien: „Unbezahlte Arbeit: Doppelbelastung für Frauen“
https://www.wien.gv.at/menschen/frauen/stichwort/arbeit/unbezahlt.html#:~:text=Die%20so%20genannten%20Care%2DT%C3%A4tigkeiten,jedoch%20sind%20sie%20meist%20unbezahlt. (11.11.2025)

   Tamara Hähner | People & Culture - Künig GmbH